A Kolping
September 2021, Ausgabe 57

Mit Berufsbildung Zukunft sichern

Überall auf der Welt behindert die Corona-Pandemie die Aus- und Weiterbildung junger Menschen. Die Zukunft einer ganzen Generation ist bedroht – vor allem im armen Afrika. Umso wichtiger ist jetzt das Engagement der KOLPING-Berufsbildungszentren vor Ort.
Eine gute berufliche Qualifikation ist ein wichtiger Schlüssel für den Schritt aus der Armut. Das wusste schon Adolph Kolping – und deshalb ist berufliche Bildung auch ein zentraler Schwerpunkt der weltweiten Verbandsarbeit. Ob in Brasilien, auf den Philippinen, in Polen oder Südafrika: Seit Beginn der KOLPING-Entwicklungszusammenarbeit vor über 50 Jahren haben sich bereits tausende junge Menschen dank beruflicher Aus- und Weiterbildung bei KOLPING ein besseres Leben aufbauen können.
So zum Beispiel Delia aus der Dominikanischen Republik. Als junge Frau hat Delia in der KOLPING-Berufsschule in Bonao das Friseurhandwerk erlernt und sich danach mit einem kleinen Frisörsalon selbstständig gemacht. Dank ihrer treuen Stammkunden verdient die eifrige Frisörin seitdem einen beträchtlichen Anteil des Familieneinkommens – selbst in Pandemiezeiten. „KOLPING macht alles möglich, auch für diejenigen, die sonst keine Chance haben“, berichtet Delia von ihren Erfahrungen. „Und sie behandeln einen mit Respekt, indem sie daran glauben, dass man Erfolg haben wird.“

Neue Wege, neue Hoffnung

Doch wie in allen Bildungseinrichtungen weltweit hat auch der Unterricht in Delias ehemaliger Berufsschule durch Corona stark gelitten. Über 20 handwerkliche Ausbildungen vom Schneidern bis hin zum Tapezieren bietet das KOLPING-Zentrum in Bonao an. Als das Virus im Frühjahr 2020 die Dominikanische Republik erreichte, durfte von einem Tag auf den anderen kein Präsenzunterricht mehr stattfinden. „In den drei Monaten, in denen wir uns im vollständigen Lockdown befanden, haben wir uns mit der Umstellung auf Zoom beschäftigt“, erzählt die dortige KOLPING-Geschäftsführerin Yudy Garcia. Dafür mussten die Lehrkräfte entsprechend geschult werden. Nach und nach gelang es, die Aus- und Weiterbildungskurse in digitaler Form anzubieten.
© Kolpingsfamilie Eltmann.
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